26.05.2026 – Vor meinen ersten Terminen heute in Berlin bin ich 10 Kilometer laufen gegangen, gemeinsam mit einer Freundin. Sport für Klarheit und Fokus – das hilft mir enorm.

Die vergangenen Tage waren für mich intensiv. Umso wichtiger ist mir, eines klarzustellen: Es geht bei diesem Konflikt im VdK Bayern für mich nicht um persönliche Machtfragen, sondern um die Zukunft und die professionelle Aufstellung des größten Landesverbands im Sozialverband VdK.

Kritik an der öffentlichen Debatte kann ich sehr gut nachvollziehen. Warum ich mich heute erneut öffentlich äußere, auch daauf gehe ich nachfolgend ein.

Als ich 2023 zur Landesvorsitzenden gewählt wurde, gab es keinen Konflikt. Ich bin mit dem Anspruch angetreten, als bezahlte Vorsitzende die Arbeit im VdK Bayern professionell zu strukturieren. Um einen gemeinsamen Weg zu beschreiten, habe ich zusammen mit dem Schatzmeister und der Landesgeschäftsführung vereinbart, ein Coaching durchzuführen um insbesondere die Zuständigkeiten zu klären und die Kommunikation zu verbessern. Dieses fand im Juli und August 2025 statt. Es hat sich danach aber überhaupt nichts geändert – die Kommunikation zwischen Vorstand und Geschäftsführung verbesserte sich nicht. Ich habe keine Bereitschaft erkannt, Abläufe zu optimieren.

„Dann lassen wir es eben dabei“ – das ist nicht meine Mentalität. Damit kommen wohl wesentliche Teile des Vorstands nicht zurecht. Dabei war es der Vorstand selbst, der mich bei meiner Wahl 2023 mit Anfang 40 als Vorsitzende ausnahmslos unterstützte.

Es muss jetzt darum gehen, gemeinsam weiteren Schaden vom VdK Bayern abzuwenden. Wir sind alle den Interessen der Mitglieder und des Verbands verpflichtet. Dazu werde ich auch weiterhin aktiv meinen Teil beitragen.

Ich gebe den VdK Bayern keineswegs auf. Wir sind jeden Tag gefordert, uns mit Sozialthemen auseinanderzusetzen und Stellung zu beziehen. Und das mache ich auch weiterhin. Ich erfahre sehr viel Zuspruch in diesen Tagen und wünsche mir, dass die Delegierten beim Verbandstag 2027 dem dann neu zu wählenden Vorstand eine klare Agenda mit auf den Weg geben. Ein Abberufungsverfahren, das rechtlich auf wackligen Füßen steht und mit Behauptungen geführt wird, die vielfach einfach falsch sind, ist sicher der falsche Weg.

Zur Kritik an der öffentlichen Debatte: Diese kann ich sehr gut nachvollziehen. Auch ich sehe es nicht als Aufgabe einer Landesvorsitzenden, interne Konflikte öffentlich auszutragen. Mein Anspruch war und ist immer, den VdK Bayern mit seinen inhaltlichen Themen wie Rente, Pflege, Gesundheit und Inklusion in der Öffentlichkeit zu vertreten, nicht über interne Auseinandersetzungen zu sprechen.

Nachdem interne Informationen an Journalisten weitergegeben und öffentliche Vorwürfe gegen mich erhoben wurden, sehe ich mich jedoch in der Verantwortung, dazu Stellung zu nehmen und diese einzuordnen. Das ist nicht der Weg, den ich gewählt habe, sondern eine Reaktion auf eine bereits öffentlich geführte Auseinandersetzung.

Ich bedauere sehr, dass dieser Konflikt inzwischen bundesweit aufgegriffen und in Teilen sehr zugespitzt dargestellt wird. Das trägt nicht zur sachlichen Klärung bei, sondern verschärft die Situation zusätzlich.

Mir ist wichtig zu betonen: Der VdK Bayern lebt vom Vertrauen seiner Mitglieder und der vielen ehrenamtlich Engagierten. Dieses Vertrauen darf durch interne Konflikte nicht beschädigt werden. Mein Ziel bleibt deshalb eine sachliche Klärung im Interesse des Verbands, nicht eine öffentliche Zuspitzung.

Zur Pressemitteilung vom 25.05.2025

Zur Pressemitteilung vom 23.05.2025

Zu meiner LinkedIn-Seite

Bildnachweis: Silvia Béres

Zurück